Zur Lage der Rollenspielbranche

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Frostgeneral

58, Männlich

Beiträge: 131

Re: Zur Lage der Rollenspielbranche

von Frostgeneral am 12.10.2017 19:06

In Braunschweig haben wir einen typischen Hobbyladen für Pen&Paper, der ist aber echt nicht hübsch.
Wir haben einen Games workshop Laden zum Warhammer spielen und kaufen.

ich fahre in meine alte Heimat Lüneburg und kaufe da bei Mythos. Es gäbe aber sogar noch 2 andere Läden dort, also 3 insgesamt.

Die sind alle echt cool und dort kauf ich gerne

                                  neueslogokleinnerdpol.png

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AnguyX

24, Männlich

Beiträge: 516

Re: Zur Lage der Rollenspielbranche

von AnguyX am 13.10.2017 02:34

Der Onkel hat mal ein Video gemacht, welches wohl entfernt noch mit all dem hier zusammenhängt
Here it is. 
Ich editiere den Post hier morgen Abend nochmal wenn es nicht halb 3 uhr morgens ist und ich um 6 zur Arbeit muss


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Cryne
Gelöschter Benutzer

Re: Zur Lage der Rollenspielbranche

von Cryne am 13.10.2017 11:53

Nochmals Zitate von Koali, um aufzuzeigen, daß meine Aufforderung gerechtfertigt war:

Koali:

Ich denke das trifft vermutlich auf die Mehrzahl aller Kunden zu



Ich:
Sprich nur für Dich allein Koali. Ich und ALLE meine Bekannten (und das sind wirklich eine Menge Rollenspieler) kaufen in Läden.



Koali:
Ich sage: Ich und die Mehrheit, die ich kenne machen es so.



Ich jetzt: Das hast Du ursprünglich nicht geschrieben.

Antworten Zuletzt bearbeitet am 13.10.2017 11:53.

koali
Administrator

39, Männlich

Beiträge: 2993

Re: Zur Lage der Rollenspielbranche

von koali am 13.10.2017 13:52

vermutlich
und
Ich denke


Schrieb ich. (Besonders letzteres sollte doch deutlich machen, dass ich für mich spreche, oder?... Hmmm)

Ich sage: Ich und die Mehrheit, die ich kenne machen es so.

Deswegen gab ich diese erweiterte Erklärung ab weil du mich anscheinend falsch verstanden hast.
Daher bin ich da deiner Aufforderung nachgekommen, danke für den Hinweis, dass man mich falsch verstehen kann. 

übrigens:
die Mehrzahl aller Kunden
Schließt dich und die vielen Leute die du kennst nicht unbedingt ein. 


Diese Diskussion ist aber nicht Zielführend, da weder deine noch meine Annahme auf konkreten Fakten sondern auf individuellen Eindrücken beruht.
Deswegn schrieb ich:
(sonst wäre da nicht diese Diskussion entstanden denke ich).


Die Diskussion hier ist doch nur nötig weil Amazon ein Big Player ist, der die Firma nur sein kann wenn viele ihn zum Big Player machen. Also muss doch eine Vielzahl sich so verhalten, oder?
Der Buch-/Rollenspielladen um die Ecke ist da anscheinend nicht so groß, was wenn du das Video von AnguyX gesehen hast, auch
völlig
verständlich ist, da ihr Geschäftsmodell ein völlig anderes und für Überleben auf dem harten Markt auf Dauer meiner Meinung nach unzureichend ist.

Amazon und Co machen da Verkaufstechnisch alles richtig, sie nutzen das bestehende System zu ihrem Vorteil aus. Völlig legitim wenn du Geld verdienen willst. 



Kolali_auf_Youtube1.jpg

Antworten Zuletzt bearbeitet am 13.10.2017 14:16.

Neuntausend

32, Männlich

Beiträge: 73

Re: Zur Lage der Rollenspielbranche

von Neuntausend am 30.10.2017 21:18

Ich bin mir sicher, dass niemand jemals Amazon *gebraucht* hat, und ich denke auch nicht, dass die meisten Amazon nun wirklich gewollt haben. Selbst jetzt, da der Einzelhandel auf dem letzten Loch pfeift *braucht* man Amazon meiner Auffassung nach nicht: Solange etwas eine ISBN Nummer hat und überhaupt noch irgendwo verfügbar ist, dann bekommt man es allermeistens auch heute noch in fast jedem Buchladen - ob das nun ein Laden spezifisch für Nerdkram ist, oder nicht spielt keine Rolle.

Amazon hat also keiner gebraucht, aber es war eben da und es war praktisch, also hat man es genutzt. Was auch immer man haben will per Mausklick zu bestellen und am nächsten Tag direkt an die Haustür gebracht zu bekommen war augenscheinlich für viele (oder besser: ausreichend viele) Leute wichtiger als in den Laden gehen und stöbern zu können. Die EU Regelungen zum Fernabsatz haben dem sicher auch nicht geschadet - im Prinzip kann man stöbern, alles in die Hand nehmen und sich ansehen, und wenn man es doch nicht will, dann kann man es einfach wieder zurückschicken. Und man muss dazu nichtmal vor die Tür gehen, und läuft auch nicht Gefahr von irgendwelchen übereifrigen Verkäufern belästigt beraten zu werden und (Himmel bewahre!) sozial interagieren zu müssen. (Hey, manchmal ist das eine echte Hürde! :) )

Und natürlich sieht das sicher nicht jeder so, in manchen Nischen (Und mal ehrlich, unser nerdiges kleines Hobby ist eine Nische) gehen vielleicht sogar die meisten lieber in einen Laden - besonders dann, wenn es um das Hobby geht. Aber diese Nischen retten den Einzelhandel nicht. Selbst ein wirrer kleiner Nerdstuffladen kann allein mit Rollenspielkram nicht überleben, und Amazon konkurriert schon lange nicht mehr nur auf dem Buchmarkt. 

Der Einzelne mag behaupten, dass er und sein Bekanntenkreis Amazon nicht nutzen, und das mag auch stimmen, aber Fakt ist, dass Amazon unheimlich erfolgreich ist, und das kommt ja nicht von ungefähr.

Ich selbst bin hier nicht unschuldig. Amazon ist für mich einfach zu bequem um es nicht zu nutzen, und so habe ich vor etwas mehr als 2 Jahren den Widerstand auch aufgegeben - ich bin eben kein Guerilla. Und nun habe ich immer genug Bartwichse, weil mir Amazon jeden Monat versandkostenfrei ne neue Tube schickt. Selbst meine Nahrungsmittel lasse ich mir inzwischen (allerdings nicht von Amazon) bringen, einfach weils geht. 

Inzwischen haben wir Amazon im Endstadium. Das Warum zu debattieren ist an diesem Punkt eigentlich müßig, denn der Prozess dürfte nicht mehr aufzuhalten sein. Auf lange Sicht werden sich vermutlich nur wenige, vornehmlich spezialisierte Geschäfte halten können, aber auch nur dann, wenn sie etwas bieten, das Amazon nicht bieten kann. Beratung und angucken/anfassen allein scheint da nicht auszureichen. Eventmarketing ist da so ein tolles Wort in dem Zusammenhang, und so bescheuert ich Marketingsprech finde, da ist vermutlich was dran. Da ist zum Beispiel der Gamesworkshop, der eben nicht nur überteuerte Minis und Farben verkauft, sondern eben auch Veranstaltungen organisiert, die mit dem Hobby zu tun haben. Und selbst wenn nicht, dann kann man einfach hingehen und spielen, seine Minis bemalen oder einfach mit anderen Nerds über das Hobby fachsimpeln. Eigentlich müssten sie nur noch Snacks und Getränke reichen und es hätte mehr von einem Club als einem Ladengeschäft. DAS kann Amazon nicht, und wird es so schnell auch nicht können. 

Das bedeutet aber auch, dass es den Laden, der eigentlich nur ein Laden ist eventuell irgendwann nicht mehr geben wird, und die Geschäfte, die sich nicht anpassen einfach sterben.

Antworten Zuletzt bearbeitet am 30.10.2017 21:40.

Trollchen

-, Männlich

Beiträge: 101

Re: Zur Lage der Rollenspielbranche

von Trollchen am 04.11.2017 19:32

Gerade bei englischsprachigen Romanen und Regelwerken bin ich wirklich froh, dass die auch über amazon.de bestellbar sind, die Portokosten waren und sind recht hoch, wenn man aus dem Ausland bestellen muß. Schlimmstenfalls dann noch zum Zoll wetzen, ne danke.

Und die Tatsache, dass man auch in der Buchhandlung bestellen und die Bücher dann einen oder einige Tage später abholen könnte macht die Buchhandlungen nicht konkurrenzfähig, da ich dafür dann halt auch zweimal in die Stadt fahren müßte (Zeit, Spritkosten, Parkplatzkosten etc.) - das nervt.

Was ich immer toll finde sind diese Zeitschriftenläden an Hauptbahnhöfen, nirgends sonst finde ich eine solche Auswahl an Zeitschriften, Comics und auch fremdsprachigen Kram. Man kann stöbern und staunen, die haben definitiv was.
Aber ein kleiner vermuffter Buchladen, der dann bloß diecke Wälzer im Angebot hat, die mich persönlich nicht interessieren?

Es ist wohl kein Zufall, dass die meisten überlebenden Buchhandlungen mittlerweile eher Leseoasen sind, es gibt Sitzecken, wo man nervige Begleiter parken kann, während man stöbert, oft gibt es Kaffee, allerlei Nippes, den man als geschenk oder Mitbringsel zukaufen kann - vom Kalender übers Duftöl, Steine und was weiß ich nicht alles.
Die verkaufen längst nicht mehr nur Bücher und das finde ich auch gut so.
So ein Laden in günstiger Lage hat denke ich auch Überlebenschancen, der kleine Hintehofladen, den bloß Insider kennen und der dann schlimmstenfalls noch nur wenige Stunden am Tag - während denen man selber arbeiten muß - geöffnet hat hingegen wird wohl eingehen.

Das Problem, was ich sehe:
Auch bei "den Großen" gibt es meist nur ein kleines SciFi/Fantasy Regal, daneben dann noch historische Romane und Vampirgeschichten. Und wenn man dann mal ein Buch in die Hand nimmt, handelt es sich oft genug "um das krönende finale von...", also Band 3 von 3 - Band 1 und 2 aber sind nicht im Regal.
So wird das nichts. 

"Der Klügere gibt nach! Eine traurige Wahrheit, sie begründet die Weltherrschaft der Dummheit."

Marie von Ebner-Eschenbach

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